Sunday, January 18, 2015

BANKLADY (Deutschland, 2013)




„Wir wollen keine Dokumentation drehen, sondern Popkorn-Kino, ein richtiges Action-Liebes-Drama“, so ein Zitat der Produzentin.
Hätte ich gerne gesehen.
Fühle mich ernüchtert, trotz stimmigen Sets, Zeitgeist-Atmosphäre und guten Schauspielern. Gefallen haben mir zwei Split-Screen-Montagen, die auch schick arrangiert wurden, leider gibt sich die Inszenierung darüber hinaus mit TV-Standard zufrieden, der angeteaserte knallige Pop-Krimi findet nicht statt. Es fehlen die richtig grossen Leinwand-Momente, die sich einfach mal trauen, Authentizität links liegen zu lassen und stattdessen für offene Münder zu sorgen; die Überfälle sind langweilig und generisch. Ganz schlimm ist der Soundtrack: statt fetzigem Period-Pop gibts undifferenziertes Kammerorchester-Gewimmer; Marmor, Stein und Eisen brechen nur im Trailer. Sorry, aber ist es tatsächlich so verwerflich, hier ein paar knackige 60s-Beats und 'nen Wencke-Myhre-Ohrwurm erwartet zu haben?
Kein durch und durch schlechter Film, aber ein Film ohne Identität, Fallhöhe und Relevanz; bleibt nix hängen. 2 von 5 knallroten Gummibooten.

© Alex