Wednesday, October 21, 2015

THE EQUALIZER (USA, 2014)




Erbärmliche PUNISHER-Variation, die 2 Stunden lang auf derselben Note rumhämmert, und dabei unangenehm unmenschliche Töne anschlägt; daß diese stumpfe Montage von kontextfreien Kill-Szenen soviel Zuspruch erntet, lässt mich ratlos zurück. Eventuelles Story-Potential (die Moretz) ist nach 10 Minuten ausgereizt, was bleibt ist eine peinliche Vigilante-Phantasie ohne Nuancen und Spannungsgefälle. Nur Posing.
Der Unterwelt-Sündenpfuhl ist eine Ansammlung von Klischees, nicht einmal für einen Antagonisten auf Augenhöhe hats gereicht, die Bösen müssen grimmig gucken, Koks schniefen und Frauen schlagen (Tattoos schaden auch nicht). Daher nix zu verlieren für unseren unverwundbaren Super-Baumarkt-Fachangestellten mit Regierungs-Connections, der immer hinterm richtigen Vorhang steht, wenn bereits alle Wachen während der Schwarzblende getötet wurden, und dann nur noch den Abzug drücken muß, um einen weiteren profillosen Schergen über Gebühr sadistisch in den Ruhestand zu schicken. In welche Richtung er die Waffe hält, ist dabei prinzipiell egal, der eingebaut Aimbot wird's schon richten.
Hat was von einer Videospiel-Cutscene mit sporadisch eingestreuten Quicktime-Events (die kann man auch nicht verlieren). Maximal bescheuerte End-Pointe inklusive.

© Alex