Friday, January 15, 2016

HARUKA UND DER ZAUBERSPIEGEL (Japan, 2009)




[...]
Glasklar und gestochen scharf agieren digitale Protagonisten vor teils gemalten, teils CGI-generierter Szenerie, wirken nicht selten wie unbeholfen animierte Puppen, die in seltsam toten, starren Kulissen umherstaksen. Verkehrte Welt: in BLOOD: THE LAST VAMPIRE, einer technisch beeindruckenden Tech-Demo aus dem Hause Production I.G. (im Jahre 2000) waren es noch gezeichnete 2D-Charaktere, die in gerenderten Umgebungen auftraten und einen wesentlich homogeneren Eindruck hinterließen. Und während bei Pixar, Dreamworks und Co. der Hintergrund ebenso kreativ zum Leben erwacht wie der Vordergrund, dem aufmerksamen Betrachter eine Fülle an Gags und sekundärem Entertainment offenbart, das beim ersten Mal nur aus den Augenwinkeln wahrgenommen wird, dennoch anteilig dazu beiträgt, daß die Welt aus Nullen und Einsen zum Leben erwacht, existiert bei HARUKA ein einziger, schnurgerader Pfad zum Ziel, rechts und links Flora und Zivilisation im gleich scharfen HD bis in die hintersten Winkel ebenmäßig ausgeleuchtet. Detailreich gezeichnet, nicht lieblos, aber leblos und deshalb langweilig. Wie in einem Computerspiel. Einem langweiligen. [...]


© Alex

No comments:

Post a Comment