Thursday, February 2, 2017

PICKNICK AT HANGING ROCK (Australien, 1975)




Basierend auf Ereignissen, die sich um die Jahrhundertwende (19./20. Jahrhundert) in Australien zugetragen haben: bei einem Ausflug in die Wildnis bleiben drei Schülerinnen und eine Lehrerin verschollen. Spurlos. Bevölkerung, Polizei und Internatsleitung sind ratlos, und wo man hinsieht, verstörte Blicke, brütende Gesichter, verschwörerisches Tuscheln. Die flirrende Sommerluft, das Echo eines verhaltenen Kicherns, die verträumte Atmosphäre - alles Fassade: hinter den Mauern einer Erziehungsanstalt für privilegierte junge Damen brodelt es gewaltig ...
PICKNICK AT HANGING ROCK ist Kinokunst von höchster Güte; der Film entwickelt einen Sog, dem man sich nur schwer entziehen kann. Große Bildern, große Emotionen, eine ambivalente Inszenierung, die Spielraum für Interpretation lässt, und dazu einlädt, sich nachhaltig mit Inhalten auseinanderzusetzen. Poetisch und mysteriös, ebenso behutsam wie unerbittlich und irgendwie "schwelend". Ein Film über Legendenbildung.

© Alex

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